Wir starten mit Capuccino in Amantea, bummeln später durch die Peperoncino-Hauptstadt Diamante und bestaunen deren Wandmalereien (Murales). Gestärkt durch ein feines Zmittag im gekühlten «A' Cucchiarella» fahren wir der Riviera entlang weiter nach Scalea und nach Praia a Mare. Hier treffen wir im völlig überfüllten Camping «Nuova Playa» ein. Werden aber sofort auf den letzten freien Platz eingewiesen. Auf diesen Platz passt sowieso nur unser VW-Bus, denn die Italiener bevorzugen offensichtlich grössere Wohnmobile. Heute ist Sonntag und uns scheint alle sind am Meer. Dank dem Talent vom Platzwart Gionathan sind die grossen Wohnmobile «verschachtelt» in jedem Winkel des kleinen Campings parkiert. Am späteren Abend fädeln sich diese Camper auf unglaubliche Weise aus und der Platz leert sich fast gänzlich.
Der kleine Platz ist eigentlich ein «Sosta Camper» hat aber alles was man braucht. Man duscht mit Warmwasser im Freien und bekommt am Morgen frische Brötchen. Er liegt super, direkt am schwarzen Strand zwischen Praia a Mare und San Nicola. Wenige Km von der Grotte il Arcomagno entfernt. Kristallklares Wasser und eine schöne Aussicht auf die Isola del Dino. In der kleinen Bar gibt es frische Drinks und die aktuelle italienische Hitparade. Die Eisenbahn, sie fährt wie fast überall in Kalabrien direkt der Küste entlang und die Liebespärchen, die nachts an den lauschigen Strand fahren, sind Lärmemissionen, die wir hier in Kauf nehmen müssen.
Wir machen einen Ausflug nach Maratea. Dieses Städtchen liegt verteilt an einer Steilküste. Von den kleinen Badebuchten und dem Hafen, hinauf zum Borgo, bis zuoberst auf dem Berg zum «Redentore». Il «Redentore» (der Erlöser) ist eine 22 m hohe Jesusstatue, die zum Landesinneren schaut. Uns erstaunt, dass die Balkone des Städtchens nicht zum Meer ausgerichtet, sondern dem Berg zugewandt sind. Wir lernen, dass das einstige Volk traditionsgemäss keine Fischer, sondern Bauern waren. Wir fahren mit dem VW-Bus fast ganz hinauf, lassen uns die letzten paar möglichen Meter von der Navette kutschieren und steigen schwitzend die wenigen Treppen bis zuoberst zur Statue hinauf. Die Hitze lässt die Atmosphäre flimmern, die Aussicht ist dennoch atemberaubend.
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Claudia Brinkhoff (Freitag, 05 Juli 2019 13:58)
Ciao Merice
Habe von Irene den Hinweis auf euren Reiseblog bekommen und mit Vergnügen nachgelesen was ihr alles so erlebt habt. Tolle Idee. Hoffe von ganzem Herzen ihr habt noch eine gute Zeit und könnt das wunderschöne Italien weiterhin geniessen.
Herzlich Claudia