So spazieren wir durch die immense Anlage mit dem vielen Ausgrabungen von Nebenbauten und bestaunen vor allem die drei Tempel von Poseidon, Hera und Athena. Es hat erstaunlich wenig Besucher und wir fühlen uns in eine völlig andere Zeit versetzt.
Der einst vorgesehene Camping bei Paestum hat keinen Platz, so fahren wir an die Küste des Cilento. Über Agropoli gelangen wir nach Santa Maria Castellabate und checken im B&B Le Belle Vie ein. Das «fronte-mare» Zimmer ist sehr teuer, zumal die Fensterläden wegen der Wärme geschlossen bleiben müssen. Zum ersten Mal sind wir etwas enttäuscht über unsere Unterkunft. Das Zimmer ist zwar hübsch, aber sehr klein. Das Frühstück im Plastikgeschirr… Aber die Klimaanlage ist viel wert und zum Meer sind es wirklich nur ein paar Schritte über die Strasse und über die Hafenmauer. Am Lungomare vor unserer Türe flanieren sie hin und her, die «herausgeputzten» Damen, Herren in farbigen Hemden und Shorts, die gelfrisierte Jugend, die Mädels in Glitter und die Familien mit allerlei fahrbarem Kinderspielzeug. Es ist echt etwas los hier und erstmals haben wir das Gefühl, dass auch andere Sommerferien haben.
Wir verbringen den frühen Sonntagmorgen am Meer, finden unterhalb der Mole in den Felsen einen geeigneten Sandflecken zum Sein. Gian jagt Fische, wir schwimmen zusammen und geniessen den Sommer.
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