· 

24 Stunden Napoli

 

Wir checken im «B&B Salotto Borbonico» an der Piazza Carità ein. Dieses liegt im 7. Stock direkt über der lebendigen Via Toledo mit wunderschönem Blick über die Dächer Napolis, hinauf zur Certosa und zum Castel St. Elmo. Wir haben gut gewählt, von hier aus können wir Napoli zu Fuss erobern. Gestärkt mit dem zweiten Glücksgriff, einem feinem Zmittag im Annarè auf der Piazza Gesu Nuovo sind wir bereit für diese Stadt. Die Altstadt «Centro storico» ist auch ein UNESCO Weltkulturerbe. Hier ist es eng, manchmal düster, manchmal kunterbunt, laut, lebendig, touristisch… An der Via San Gregorio Armeno, der Krippenstrasse, ist Weihnachten. Wir lassen uns von den Künstlern das Handwerk des Krippenbaus (Holz oder Styroporgerüst, Kork, Ton, Steine...) und der unzähligen, faszinierenden, irdenen, filigranen Figuren erklären. Wir sind sehr beeindruckt und können es nicht verkneifen gleich die «drei Könige» zu kaufen. Nicht nur die Weihnachtsgeschichte, auch die Queen, Elvis, Freddy Mercury und natürlich Maradona gibt es als Tonfiguren. 

 

Später lassen wir den müden Gian im Zimmer und ziehen zum Shoppen los. Wir checken die Vinotheken und Herrengeschäfte ab. An der Via Toledo und Via Chiaia reiht sich Laden an Laden. Hübsches und Ramschiges – es ist Saldi-Zeit – 50%, 70% schreit es in den Schaufenstern. Das auserwählte Herrengeschäft schliesst wegen Jürg 20 Minuten später. Jürg darf nur da stehen und der umsichtige Verkäufer bringt Teil um Teil… und fast alles passt. – Die Qual der Wahl.

 

Für den Preis eines Anzuges spaziert Rüfi mit einer vollen Tasche heraus. Anzug, Veston, 2 Chinos, 2 paar Schuhe… Lucky Man!!!

 

Abends gönnen wir uns eine echte Pizza Napoli mit «Mutterhefe»! Auf unserem Balkon lassen wir den quirligen Tag Revue passieren und begiessen ihn mit feinem Rotwein…  

 

Richtig italienisch beginnt der Tag mit Capuccino und einer typischen Sfogliatella calda. Dank unserem grossen (gut geplant) Rollkoffer, verschieben wir uns Richtung Hafen. Unterwegs bestaunen wir die riesige Piazza Plescebito, werfen einen Blick auf Napoli «a mare».

 

Kurz nach Mittag shippern wir bei rauer See zurück nach Sorrento. Merice ist froh wieder festen Boden unter den Füssen zu haben. Dies hindert sie jedoch nicht, in einer schattigen Nebengasse in Sorrento, gleich neben einem Michelin-Restaurant, das kleine, familiäre, feine «il Guaraccino» zu entdecken. Wir lassen uns Tagesspezialitäten auftischen, das geht ungefähr so: Abbiamo una scelta di Mozzarella fantastica, fresca, i Pomodorini dolcissimi, con miele fatto da noi… mio fratello ha fatto i Tagliolini propio questa mattina, ahh e l’agnello ha cotto tutta la notte e tenerissimo! Wir trinken dazu unseren Lieblingsrosé Vetere (ottima scelta) und unterhalten uns vom Feinsten mit den drei Geschwistern. Das offerierte Dessert ist ein Gedicht, das kann man nicht beschreiben. Wir schliessen die Schlemmerrunde mit dem obligaten Limoncello ab.


Ein Taxi fährt uns um 16.00 Uhr zurück zum Agricampeggio, Siesta!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0