Durch ein Erdbeben vor Jahrhunderten, dem Krieg zwischen Alliierten und Deutschen und durch die kontinuierliche Bodenerosion ist dieser Stadtteil dem Untergang gewidmet. Heute noch ist sie ein Touristenmagnet und erstaunlich viele Besucher aus allen Ländern streifen durch die Gassen und verweilen auf den wenigen Plätzen. – Wir sind froh, können wir diesen besonderen Flecken am frühen Abend fast für uns allein geniessen, als die Cars am Wegfahren sind.
In der Locanda Romantica verbringen wir einen lustigen Abend. Merice hilft der Gastgeberin sprachlich bei der Bewirtung einer Tavolata von 12 Briten und Kanadiern. Zudem essen und trinken wir ausgezeichnet.
Auf einen Tipp von Zio fahren wir in die nahegelegene Stadt Orvieto. Diese überrascht und beeindruckt uns. Inmitten von Reben, Haselnusssträuchern und Pinien-Alleen thront die Stadt auf einem Felsen. Der Dom von Orvieto ist einer der eindrücklichsten Kirchenbauten, dem wir auf unserer Rundreise begegnet sind. Weiter ist die Stadt geprägt von malerischen Gassen und interessanten Geschäften. Dabei dominieren Enotheken, Metzgereien, Handwerksbetriebe und gehobenere Kleidergeschäfte. In einem der Spezialitätengeschäften lassen wir uns zwei weisse und vier rote Orvieto-Weine zusammenstellen. Dazu kaufen wir uns noch etwas schwarzen Trüffel für zuhause. Die Spaghettis dazu – die besten laut der Besitzerin Svetlana – bekommen wir geschenkt. Sie gibt uns auch die Empfehlung für ein feines umbrisches Mittagessen in der Trattoria del’Orso.
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